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KULINARISCHE SPEZIALITÄTEN UND WEINE


Eine Reise nach Piacenza ist für die Gourmets ein wahres Vergnügen. Es genügt Eines zu sagen: In der Provinz Piacenza werden die meisten DOC-Weine und Produkte mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.) in der gesamten Region Emilia Romagna erzeugt. Zu den besonderen Kostbarkeiten gehören die drei bekannten Wurstsorten mit dem g.U.-Zeichen: Coppa, Pancetta und Salame. Das Schutzzeichen bedeutet, dass das bei ihrer Herstellung verwendete Schweinefleisch nicht aus anderen Regionen stammen kann und dass bei der Herstellung strenge Bestimmungen eingehalten werden müssen. Die Ergebnisse spürt man auf dem Gaumen.

 

Hoch angesehen sind auch die lokalen Käsesorten Grana Padano g.U. und Provolone Valpadana g.U.. Das typische Warmgericht mit dem dialektalen Namen "Pisarei e fasò" ist eine Erfindung der Arme-Leute-Küche: die aus Altbrot gemachten Klösschen werden mit einer speziellen Bohnensoße serviert.

Neben den klassischen Anolini (kleine Capelletti in der Brühe) gibt es noch eine andere Spezialität, die in den reichen Adelshäusern des 18. Jh.s serviert wurde: die mit Kräutern und dem Frischkäse Ricotta gefüllte"Tortellini mit Schwänzchen" in Form eines "Bonbons".

Als zweiter Gang gelten der Schweinebraten (Coppa Arrosto) und die "Picula ad Caval" (Pferdehackfleisch mit Tomaten, Zwiebeln und Paprika). Dazu wählt man einen der 17 vorzüglichen lokalen Weine, etwa den weißen Ortrugo. Die hiesige Weinkultur kann auf eine tausendjährige Geschichte blicken.

Die alten Römer hatten bereits erkannt, dass "Vinum merum placentinum laetificat”, d.h. dass der unverfälschte Wein aus Piacenza Freude verbreitet.

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